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Axolotlpellets - Fütterung von Axolotl
Axolotl, die noch nicht an die Fütterung mit Pellets gewöhnt sind, fressen diese oftmals nicht sofort.
Pellets bewegen sich nicht, also wird kein Schnappreflex ausgelöst. Sie müssen anhand ihres Duftes gefunden werden, sie wehren sich nicht wie beispielsweise Regenwürmer, sie sind im Vergleich zu Futter, was Axolotl bis dahin zu fressen bekommen haben, ziemlich hart und unterscheiden sich von der Haptik her kaum von Kies.
Deshalb ist oftmals eine Umgewöhnungsphase notwendig, um Axolotl an dieses Futter heranzuführen. Meist handelt es sich dabei um junge Tiere, allerdings gibt es auch immer wieder Halter, die ihre Axolotl bis zu einer nahezu ausgewachsenen Größe noch nie mit Pellets gefüttert haben, das dann aber für eventuelle Urlaubs- oder Krankheitsvertretung doch einmal versuchen wollen.
Ein genereller Hinweis vorab: Extrudierte Pellets sind relativ hart und wasserbeständig, sie zerfallen also nicht innerhalb kürzester Zeit im Wasser. Allerdings bleiben sie nicht ewig so stabil und insbesondere lässt im Laufe der Zeit ihr starker Geruch nach. Aber selbst zerfallene Pellets, die nicht gefressen wurden, enthalten noch die gleichen Nährstoffe, die in diesem Fall ins Aquarium eingetragen werden und die Wasserwerte stark negativ beeinflussen können.
Aus diesem Grunde sollten Pellets, die nach 20 bis 30 Minuten nicht gefressen worden sind, unbedingt aus dem Becken entfernt und zum Beispiel mit einem Wasserschlauch oder einem Turkey Baster abgesaugt werden!
Für die Umstellung von Axolotl auf Pelletfutter gibt es drei Methoden: Die Hungermethode, die Schnappreflexmethode und die "Unterjubeln" - Methode. Bei allen drei Methoden gilt, dass sich Axolotl besser auf die harten Pellets umstellen lassen, wenn diese nicht so groß sind. Selbst wenn die Tiere also groß genug sind, um eigentlich 4,5 mm Pellets zu fressen, werden sie bereitwilliger 3 mm Pellets schlucken. Bei uns hat es sich auch bewährt, die Tiere erstmals entweder in einem Becken mit sehr feinem Bodengrund (Sand) oder ohne Bodengrund mit Pellets zu füttern, weil dabei kein Kies mit geschluckt wird, der im Zweifelsfall genauso groß ist und (wegen eines daneben liegenden Pellets) auch nach Futter riecht.
1. Die Hungermethode
Diese erste Methode funktioniert in der Regel tatsächlich nach dem Prinzip "Der Hunger treibt's rein!". Axolotl, die derart auf Pelletfutter umgestellt werden, erhalten für einige Tage kein anderes Futter als Pellets. Zu Beginn werden die Pellets meist wieder ausgespuckt, weil sie ungewohnt hart sind. Die meisten Tiere schnappen trotzdem mehrmals danach, weil die Pellets einen starken Fischgeruch ausströmen und irgendwann würgen sie dann ihren ersten Pellet herunter.
Selbst junge Axolotl können durchaus mehrere Tagen und Wochen ohne Futter überleben, es besteht also bei gesunden Tieren kaum die Gefahr, dass sie zu stark abmagern. Meist lernen die Tiere auch innerhalb von zwei bis drei Tagen, dass die Pellets fressbar sind. Die alleinige Fütterung von Pellets für einen längeren Zeitraum hat sich bewährt, damit die Tiere sich daran gewöhnen. Nach ca. 5 bis 10 Fütterungen kann auch das bisher dargereichte Futter (z. B. Mückenlarven) wieder gefüttert werden, ohne dass die "umgestellten" Axolotl die Pellets beim nächsten Mal nicht fressen.
2. Die Schnappreflexmethode
Diese Methode macht sich den Schnappreflex eines Axolotl zu Hilfe: Axolotl schnappen normalerweise nach den meisten Sachen, die sich in der Nähe ihres Kopfes bewegen. Allerdings erfordert diese Methode auch etwas Geschick und Ausdauer: Der Halter muss dabei versuchen, die verfütterten Pellets in der Nähe des Axolotlkopfes zu Boden sinken zu lassen. Entweder mit viel Geschick oder mit Hilfsmitteln, beispielsweise einer Pinzette oder einem Kunststoffrohr / Strohhalm. Schnappt ein Axolotl nach den Pellets, wird er eine Weile darauf herumkauen und schließlich einen davon schlucken. Auch hier sollten überschüssige, daneben gefallene und nicht gefressene Pellets nach der Fütterung abgesaugt werden!
3. Die "Unterjubeln" - Methode
Bei dieser Methode werden die Axolotl weiterhin mit dem Futter gefüttert, an das sie gewöhnt sind. Besonders eignet sich natürlich Futter, das von den Axolotl vom Boden aufgenommen werden muss, zum Beispiel gefrorene Mückenlarven. Hierbei werden einfach mehrere kleinere Pellets unter das Futter gemischt, die dann gegebenenfalls mit gefressen werden. Im Laufe der Zeit kann man den Pelletanteil erhöhen, um die Akzeptanz zu fördern.